gerechte sprache

Im September 2019 wurde ich zur Gleichstellungsbeauftragten der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg gewählt. Ich freue mich sehr über das Vertrauen und arbeite seitdem – neben meiner Stelle als Wissenschaftliche Mitarbeiterin – auch im Hochschulkontext an Diversität und Gleichstellung. Besonders dankbar bin ich für die enge Zusammenarbeit mit unseren Studierenden der Gleichstellungs-AG unseres Allgemeinen Studierenden Ausschusses (AStA). Ihr seid super!

intersektionalität

Selbstverständlich geht es dabei nicht nur um die Gleichstellung weißer Cis-Frauen, sondern die aller marginalisierten Gruppen. Unsere Arbeit basiert auf einem intersektionalen Verständnis. D. h. wir arbeiten gegen alle Formen der Diskriminierung auf individueller und struktureller Ebene an – seien sie rassistisch, antisemitisch, islamfeindlich, ableistisch, homo-, trans- und interfeindlich oder sonstwie geartet.

Eine Schwierigkeit ist dabei natürlich, dass ich selbst weiß bin. Perspektivisch wäre es super, wenn diese Position mit jemanden besetzt würde die über einen weiteren Erfahrungsschatz in Bezug auf Diversität verfügt. Damit das möglich wird, müssen wir jetzt Hochschul- und Wissenschaftsstrukturen ​(Deutsche Forschungsgemeinschaft, 2020; Sow, 2014)​ verändern. Sie müssen fairer, durchlässiger und damit diverser werden.

leitfaden gerechte sprache jetzt frei zugänglich

Die Arbeit zeigt erste Resultate: In Zusammenarbeit mit der studentischen Gleichstellungs-AG und der Hochschuleitung habe ich nun einen neuen Leitfaden für gerechte Sprache erarbeitet, der vom Senat zustimmend zur Kenntnis genommen wurde. Gerne darf das Dokument auch außerhalb unserer Hochschule oder als Anregung für die Erstellung eigener Leitfäden verwendet werden.

Unser Leitfaden für gerechte Sprache ist auf unserer Seite des Gleichstellungsbüros der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg frei zugänglich und kann dort heruntergeladen werden. Dort findet ihr auch allerlei Empfehlungen an Literatur, Onlineressourcen, Podcasts und Hörbuchern.

  1. Deutsche Forschungsgemeinschaft, (DFG). (2020). Die „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“der DFG: Zusammenfassung und Empfehlungen 2020 (p. 49). Retrieved from DFG website: https://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/grundlagen_dfg_foerderung/chancengleichheit/fog_empfehlungen_2020.pdf
  2. Sow, N. (2014). Schwarze Wissensproduktion als angeeignete Profilierungsressource und der systematische Ausschluss von Erfahrungswissen aus Kunst- und Kulturstudien. In Weißsein und Kunst: Neue postkoloniale Analysen. Kunst und Politik: Jahrbuch der Guernica-Gesellschaft (Vol. 17, p. .). Retrieved from www.noahsow.de/academic-colonialism

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