einführendes

liebe kunstliebhaber*innen,
liebe wissenschaftler*innen,

herzlich willkommen auf kunsthochzwei! Hier geht es um Kunst, Kunsttherapie, Psychologie und Open Science. Ich bin Kerstin Schoch, Künstlerin, Diplom-Kunsttherapeutin (FH) und Psychologin (B.Sc.). Ich habe an der Hochschule für Kunsttherapie Nürtingen und der Universität Mannheim studiert. Aktuell promoviere ich an der Universität Witten/Herdecke. Kunsttherapeutisch arbeitete ich seit 2006 in verschiedenen Feldern, insbesondere mit psychisch kranken und traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Mittlerweile bin ich freiberuflich als kunsthochzwei in Berlin sowie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunsttherapie und Forschung der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg tätig. Aktuell bin ich Stipendiatin des durch Wikimedia Deutschland, Stifterverband und Volkswagenstiftung geförderten Fellow-Programms Freies Wissen.

kunst & kunsttherapie

Kunst lässt verschiedene Sichtweisen zu. Sie ist vielfältig, bringt Freude ins Leben und eröffnet neue Sichtweisen. Kunsttherapie ist eine therapeutische Arbeitsweise, die sich ganz in diesem Medium der bildenden Kunst bewegt. Gedanken, Gefühle, Problematiken und Situationen können im künstlerischen Schaffen Ausdruck finden, wodurch sich ihnen auf konstruktive Weise genähert werden kann. Sie lädt zum spielerischen Umgang mit dem Medium Kunst und dem eigenen Inneren ein. Sie bietet Anregung zu neuen, kreativen und lösungsorientierten Denk- und Handlungsweisen und fördert die Persönlichkeitsentwicklung.

Meine kunsttherapeutische Arbeitsweise ist prozessorientiert und geht auf den individuellen künstlerischen und therapeutischen Prozess des Einzelnen ein. Dabei steht nicht das Produkt, sondern das Erschaffen an sich im Mittelpunkt. Eine feste Zielvorgabe, wie das Endprodukt auszusehen hat, gibt es nicht. Es geht nicht vorrangig darum, „gut malen zu können“ oder künstlerische Techniken zu erlernen, sondern darum, authentischen individuellen Ausdruck zu finden und weiter zu entwickeln. Dies ist gut so, da der Gedanke, etwas “falsch” beziehungsweise “nicht gut” zu machen die meisten Menschen daran hindert eigene Ideen umsetzen zu wollen. Im diesem wertfreien Rahmen prozessorientierter Arbeit können neue, kreative Erfahrungen gemacht werden. Die dabei verwendeten bildnerischen Materialien sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Sie reichen von klassischen Medien wie Zeichnung und Malerei über Plastik, Fotografie, Textil bis hin zu zeitgenössischen Genres wie Installation und Aktionskunst.

open science

Ziel der Wissenschaft ist die Erforschung und Objektivierung von Zusammenhängen. Aktuell werden jedoch vermehrt populistische Stimmen laut, die wissenschaftliche Erkenntnis anzweifeln. Umso wichtiger wird es, dass Forschung jenseits des Elfenbeinturms stattfindet und für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Gelingt uns ein Diskurs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, so kommen wir einer freien, partizipativen und gleichberechtigten Gesellschaft ein Stück näher.

Als Wissenschaftlerin liegt mein Forschungsschwerpunkt auf quantitativen Methoden im interdisziplinären Feld zwischen Kunst, Kunsttherapie und Psychologie. Im Rahmen meiner Fellowship ist es mir ein Anliegen meine Forschungsprozesse transparent zu gestalten. Ein Einblick in mein aktuelles Forschungsvorhaben, der Entwicklung eines quantiativen Fragebogens zur Bildanalyse, findet sich hier. Alle aktuellen Entwicklungen finden sich stets auf meinem Blog.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *